mensch, mensch, mensch! erst letztes jahr ging’s ja schon groß rum, als ein noch minderjähriger jungunternehmer sein privates blog verkaufte. viele hitzige diskussionen ob der moralischen aspekte, und was man an einem blog überhaupt verkaufen kann und darf und sollte und überhaupt.
aber scheinbar war es nur der anfang von irgendetwas, was wohl jetzt in deutschland immer beliebter werden wird: der blogverkauf als geschäftsfeld im web 2.0!
denn auch robert überlegt nun wohl ernsthaft, sich von seinem aktuellen hauptblog zu lösen. und wenn sogar SPON darüber schreibt, muss das ja echt ein heißer scheiß sein. sonst sind medien ja so medienfremd und bekommen meist ja nicht mit, was im internet so passiert, besonders die so genannte blogosphäre blieb ja bisher ziemlich stiefmütterlich im keller der unwichtigen nachrichtenthemen liegen.
aber klar, wenn DER (deutsche) a-blogger schlechthin eine story abgeben kann, dann muss man ja zuschlagen. und morgen steht es vielleicht sogar in einer gedruckten ausgabe? wäre ja mal n ding.
wenn es eine ruhmeshalle der deutschen blogwelt für besondere “verdienste” gäbe, stehen wohl bald zwei heldenikonen da.
während mensch also gestern noch stolz ein konnte, wenn er/sie es schaffte, aus der großen blogmasse hervorzustechen und eine berühmtheit geworden ist, so muss mensch heute es noch weiter treiben und viel geld für den verkauf eben dieses aufgebauten blogs einkassieren können.
ich kann nicht mal wirklich das vorhaben kritisieren. zum einen kann ich verstehen, dass er sein blog verkauft — er will veränderung — und dass er es verkauft — er verdient ja immerhin einiges damit.
eine berechtigte frage ist jedoch durchaus, was ein potenzieller käufer nun mit der domain, dem namen und den inhalten des blogs bloß anstellen soll. wie einige auch in den kommentaren unter seinem beitrag schon andeuteten, dürfte ein problem sein, dass das blog nicht wirklich losgelöst von seiner person ist. jedem wird doch nach dem wechsel unweigerlich auch die veränderung auffallen. robert irrt sich meines erachtens also tatsächlich, dass basic thinking eine eigentständige marke wäre, die auch ohne ihn funktionieren würde. das bezweiflen andere wie auch ich.
analog dazu fällt mir zB stefan raab mit tvtotal & andere projekte ein — auch wenn der macher es durchaus versteht, seine produkte gut zu verkaufen und seinen eigenen namen dabei auch mal etwas weiter hinten stehen lassen kann … ohne ihn würden diese dinger sicher auch nicht mehr funktionieren.
zu sehr sind diese beiden menschen eher eigene (personen)marken geworden. ihre werke werden ohne das jeweilige persönlichkeitslabel nicht auf dauer bestehen und erfolgreich sein.
irgendwie grenzt das geschehen — viele kommentare, blogposts und eben auch ein artikel eines magazins aus der hölzernen medienwelt — schon an eine art kult. und irgendwie vermute ich grad ganz stark, dass die meisten kulte eben personenkulte sind.
der mensch ist halt doch ein herden- und/oder rudeltier. oft sind uns eben die jeweiligen menschen wichtiger als die vollbrachte sache oder ein herbeigeführter zustand. wir personifizieren ja auch allzu gern dinge, egal ob materiell oder abstrakt.
damit wäre also roberts blog an sich ziemlich wertlos. es sei denn, er verkauft auch noch sein herzblut, seinen geist und seine seele …
Tags: basic, basicthinking, blog, blogverkauf, medienrummel, robert, verkauf

motor+fahrwerk: wordpress, karosserie: m-project
.schon 4 mal wat dazu jesacht:
Lust magdeblog zu kaufen?!
öhm, und dann?
ich bin ja nicht einmal ein magdeburger, was soll ich dann damit?
aber frag doch mal die stadt! die könnte damit doch was anfangen, immerhin ist der name an sich wirklich gut.
Verständlich natürlich schon aus seinem Bekanntheitsgrad noch ein wenig Geld zu schlagen – zumal wenn man seinen Blog so oder so schließen will. Wirklich davon halten tu ich nichts. Vllt muss man aber auch in die Situation erstmal kommen das man tatsächlich Geld mit seinem Blog verdienen kann um die Situation von ihm richtig einzuschätzen.
Die Diskussionen um Werbung im Blog hab ich noch im Gedächtnis und es sind ja einige eingeknickt und konnten den schnellen Scheinen nicht wiederstehen.
werbung in blogs finde ich weniger dramatisch, kommt halt nur drauf an, wie und wo es gemacht wird. dieses blog finanziert sich auch ein wenig und es fällt keinem auf.
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roberts blog ist jetzt teilweise gar nicht mehr zu erreichen. selbst mit caching-tools schafft der webserver es nicht mehr, seine seiten auszuliefern.
ohjee, ich muss wohl auch mal meinen anbieter wechseln. bei besucheranstürmen knickt das hier auch gern mal ein, und zwar schon bei bedeutend weniger besuchern gleichzeitig.
so, und wenn ich zuhause bin, muss ich aus reiner neugierde mal nach der auktion schauen — bin doch tatsächlich gespannt, was dabei rumkommt.