рф — Российская Федерация
Nun haben die Russen also ihren eigenen Sprachraum für ihr Land geöffnet. Nun kann man also auch mit kyrillischen Buchstaben durchs Internet jagen.
Wie sinnvoll das ist, sei dahin gestellt. Klar, Ich fände Unicode im DNS auch recht nett, und zwar am besten ohne Krücken wie mit Punycode-Konvertierung (siehe die ganzen IDNs wie müller.de und Co.).
Jedenfalls lassen sich die Domains tatsächlich mit einem modernen Browser aufrufen. Beispiele: die russ. NIC ник.рф und кц.рф als Koordinationszentrum für Domainregistrierungen und Zweigstelle der ICANN. Und wer dem Präsidenten einen Besuch abstatten will, schaut auf президент.рф vorbei.
Problematisch wird es dadurch, dass es kyrillische Buchstaben gibt, die auch wie lateinische aussehen (eine recht große Schnittmenge also). Mein Browser zeigt die URLs zwar noch als Punycode an, was total hässlich aussieht, aber mir etwas Gewissheit gibt, nicht auf einer Fake- oder Phishingsite gelandet zu sein.
Übrigens: So viel Angst muss man aktuell auch gar nicht haben, da die Topleveldomain .рф die einzige ist, wo der Russe Russe sein darf. Und das russische “f” fällt dann doch auch auf, selbst wenn der Browser einem nicht mehr die punyisierte Form anzeigt. (.ru läuft weiterhin mit dem ASCII-Satz!)
Ich fände diese Lösung ohnehin am besten, da sich der Besucher anhand der TLD also orientieren kann, was ihn für ein Zeichensatz erwartet. Browser-Hersteller könnten Filter einbauen, die Phishing leichter erkennbar machen und so weiter und so fort.
Spannend ist es auf alle Fälle, was da so im Internet passiert, auch wenn die ICANN-Mühlen gern mal sehr langsam mahlen (z. B. im Falle von .berlin und weitere Städte-TLDs).
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